Auf der Insel Rhodos leben rund 200.000 Einwohner.

Die griechische Insel Rhodos gehört zur Dodekanes-Inselgruppe. Als eine der im östlichen Mittelmeer gelegenen Inseln zieht sie jährlich Touristen aus aller Welt zu sich. Zwar endet die touristische Hauptsaison im Spätsommer, doch lohnt sich ein Besuch der griechischen Insel dennoch. Besonders im Herbst und Winter ist der Urlaub auf Rhodos dank des milden Klimas sowie der rückläufigen Touristenmenge sehr reizvoll.

Mediterranes Klima im Herbst und Winter

Die viertgrößte griechische Insel Rhodos gilt als Klassiker unter den landestypischen Reisezielen. In der klimatisch besten Reisezeit sind die durchschnittlichen Temperaturen zwischen 24 und 32 Grad Celsius angenehm warm. Es gibt in den Sommermonaten kaum Regentage, weshalb zu dieser Zeit die meisten Urlauber auf die Insel kommen. Doch selbst im November ist das Wetter auf Rhodos durch die mediterrane Mittelmeerlage angenehm mild. Bei Maximaltemperaturen von 21 Grad Celsius verzeichnet das beliebte Urlaubsziel täglich bis zu sechs Sonnenstunden. Selbst das Wasser hat mit Temperaturen um die 20 Grad eine angenehme Wärme.

Wanderurlaub im November im Petaloudes Schmetterlingstal

Wer neben einem Badeurlaub Naturlandschaften nicht abgeneigt ist, kann Rhodos während der Herbst- und Wintermonate abseits des Strandes erleben. Denn im Herbst beginnt eine prächtige Wanderzeit, in der sich das gebirgige Inselinnere erreichen lässt. Im nordwestlichen Tal der Schmetterlinge offenbart sich beispielsweise die vollkommene Schönheit der griechischen Flora und Fauna.

Bis in die 1980er Jahre hinein waren im Tal Tausende Schmetterlinge mit roten Flügelunterseiten beheimatet. Heute sind die sogenannten Russischen Bären aus der Familie der Bärenspinner überwiegend von Ende Juli bis September im Tal sichtbar. Außerhalb der Sommermonate bietet das schöne Naturidyll ein Wandererlebnis der besonderen Art: Auf den eng verschlungenen Wanderwegen mit hölzernen Brücken offenbart sich den Besuchern eine friedliche Stille. Auf der abwechslungsreichen Route befinden sich zudem ein kleines Museum sowie ein Kloster.

Das Leben der Einheimischen auf Rhodos

Im Herbst und Winter zeigt sich die griechische Insel Rhodos von ihrer ruhigen Seite. Während der touristisch stark frequentierten Sommermonate besteht kaum eine Möglichkeit, um die Lebensweise der Einheimischen kennenzulernen. Ab November lässt sich die Lebensweise der Bewohner erst richtig wahrnehmen. Während der kühleren Monate, in denen der touristische Ansturm abebbt, sind nicht nur die Flugpreise deutlich günstiger, als Tourist erhält man zudem auch noch eine komplett andere Akzeptanz von den Einheimischen. Die temporär auf der Insel lebenden Ausländer werden gegrüßt und, falls gewünscht, in das gesellschaftliche Leben einbezogen.

Auch im Herbst lädt Rhodos zum „Insel Hopping" ein, Liegegebühren für Yachten sind verglichen mit anderen Destinationen vergleichsweise günstig.

Berühmte Winterschwimmer im Wasser

Durch die angenehme Wassertemperatur halten sich in den Wintermonaten viele Schwimmer im Meer auf. Bis Ende Dezember ziehen viele Einheimische am Standstrand von Rhodos ihre Bahnen. Tagsüber versammelt sich ein Teil der Bevölkerung am sonnenverwöhnten Strand. Abends bei Anbruch der Dämmerung beginnt auf Rhodos das für viele Touristen überraschend abwechslungsreiche Nachtleben. Neben einer großen Anzahl an Discotheken, Clubs und Bars wird spielfreudige Urlauber das Casino von Rhodos begeistern. Auf insgesamt zwei Etagen lockt rund um die Uhr das spielerische Vergnügen mit rund 300 Slotmaschinen.

Geschichtliches Erbe in Rhodos Altstadt

In den Herbst- und Wintermonaten herrscht in der Altstadt von Rhodos eine angenehme Stille. Anstelle touristischer Massenanstürme bleibt genug Raum für einen schönen Tag inmitten von historischen Gebäuden und altertümlichen Bauwerken. Die rund vier Kilometer lange Befestigungsmauer ist bereits aus weiter Ferne sichtbar. Sie umschließt wie eine imposante Festung alle wichtigen Bauwerke der Stadt. Inmitten der dem UNESCO-Weltkulturerbe zugehörigen Altstadt lohnt sich ein mehrstündiger Spaziergang.

Den höchsten Punkt der imposanten Kulturgebäude bildet der Großmeisterpalast. Das beeindruckende, dem Johanniterorden zugehörige Gebäude erfüllte in der Vergangenheit mehrere Funktionen. Als Wahrzeichen der Stadt diente es in der Historie unter anderem als Gefängnis, Munitionslager oder Residenz. Bei einigen Teilen des Eingangsbereichs mitsamt den Türmen handelt es sich um original erhaltene Bausubstanz.  

Gesellschaftliches Treiben am Platia Ippokratou

Das gesellschaftliche Treiben von Rhodos Stadt kommt hingegen auf dem Hippokrates-Platz zusammen. Während der Herbstzeit ist hier mit weniger Trubel als in den sommerlichen Monaten zu rechnen. Viele Restaurants und Tavernen bleiben geschlossen, sodass den touristischen Rundgängen mehr Ruhe innewohnt. Auf dem Platz selbst befinden sich kleine, etwas versteckte Sehenswürdigkeiten. Der mittig stehende Eulenbrunnen gilt bei Einheimischen und Touristen als beliebtes Fotomotiv. Entlang einer Seite des Platzes befindet sich ein kleiner Balkon. Nach wenigen Treppenstufen lädt er ein, das bunte gesellschaftliche Leben von oben hinab zu beobachten.

Besonders in den ruhigen Nebengassen des Platzes offenbart sich eine prächtige Architektur, welche die mittelalterliche Seele der Stadt zum Ausdruck bringt. Vielen Touristen bleibt die unberührte Schönheit dieser Häuser verborgen. Durch den geringen touristischen Zulauf im November bietet sich dennoch eine gute Gelegenheit, abgelegene Winkel und Ecken zu erkunden.

Auch im Winter einen Besuch wert: Rhodos antike Akropolis auf dem Berg Monte Smith.

Meeresrauschen am Hafen

Mindestens einmal während des November-Urlaubs auf Rhodos sollten Urlauber den Hafen der Rhodos-Stadt ansehen. Auf dem Weg befindet sich der ebenso sehenswerte, einst als Verteidigungsanlage genutzte Naillac Tower.  Zwar sind vom einst imposanten Bauwerk nur Ruinen erhalten, die historisch Interessierten dennoch einen Blick wert sein sollten.

Der antike Mandraki-Hafen ist von seinem historischen Erbe geprägt. Während auf der rechten Seite ein Weg zu den Windmühlen führt, thronen an der Hafeneinfahrt Hirsch-Statuen. Legenden zufolge soll hier einst eines der sieben antiken Weltwunder, der Koloss von Rhodos, gestanden haben. Weitere Gebäude nahe dem Hafen erinnern noch immer an die vergangene italienische Besatzungszeit. Früher lagen am 408 v. Chr. angelegten Hafen lediglich Fischerboote – heute gibt es eine Vielzahl an Yachten sowie Ausflugsboote zu sehen.

Uhrenturm und Ritterstraße – Sehenswürdigkeiten Rhodos

An trüben Novembertagen bleibt im Rhodos-Urlaub ausreichend Zeit, um kulturelle Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt zu erkunden. Eine davon ist ein mittelalterlicher Uhrenturm, der Roloi Clock Tower. Wer sich auf die steile und schmale Treppe wagt, wird mit einem unvergesslichen Panoramablick über die Stadt belohnt. Nahe der Stadtmauer am Hafen verläuft die ansehnliche Rittersstraße, in der sich einst die Quartiere der Ordensritter befanden. Heute weisen in der engen Straße zahlreiche Wappenschilder auf die edlen Vorfahren hin.

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