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Das Kloster Skiadenis (Skiadi),
an der Westküste von Rhodos
Von Mesanagros kommend, fährt man 4
km auf einer, teilweise sehr schlechte Straße (Feldweg), oder von der Westküste
aus, 7 km von Apolakia entfernt, zu dem Kloster Panagiatis Skiadenis. Das
Kloster wurde auf einem Plateau, weit über der Westküste der Insel errichtet.
Der Name Skiadeni, kommt von Skiadi,
dem Namen des Berges, auf dem das Kloster steht und bedeutet soviel, wie die
Schattenspendende. Die Legende besagt, das die Gründung des Klosters, auf ein
Erlebnis, dreier Eremiten zurück zu führen ist. Die drei Männer, sollen an
mehreren aufeinander folgenden Nächten, ein Licht gesehen haben, das sie sich
nicht erklären konnten. Also machten Sie sich auf den Weg dorthin, um zu sehen,
woher dieses Licht kam. Als Sie dort angekommen waren, fanden Sie eine Ikone,
welche die Gottesmutter mit Ihrem Kind zeigt und davor ein Öllämpchen. Sie
nahmen die Ikone mit zu sich nach Hause. Doch auf genauso seltsame Weise, wie
die Ikone gekommen war, so war sie am nächsten Tag auch wieder verschwunden.
Nach langen Suchen, fanden die Drei das Marienbild, in den Überresten eines
heidnischen Tempels wieder. Da wurde ihnen klar, das es sich bei dieser Ikone,
um eines der 70 Marienbilder des Evangelisten Lukas handeln muss. So entstand
hier eine erste kleine Kapelle, um der Ikone, ihr "Zuhause'', zu geben.
In den folgenden Jahrhunderten,
wurde aus der kleinen Kapelle ein prächtiges Kloster. Die Ikone Panagia
Skiadini, ist die bedeuternste auf der Insel. Sie kann bis in die heutige Zeit
im Inneren der Klosterkirche angeschaut werden. Im 13. Jahrhundert baute man
eine erste, kleine Kreuzkuppenkirche, der heutige Altarraum.
1861 baute ein wohlhabender Mönch,
die Kirche, wie wir sie heute sehen. Die Fresken im Inneren der Kirche stammen
aus dem 19. Jahrhundert. Die berühmte, wertvolle Ikone befindet sich an der
Ikonosthase. Zum Schutz des Kunstwerks, hat man sie im Jahre 1866 mit einem
kostbaren z. T. vergoldeten Silberblech überzogen. So sind heute nur noch
Gesicht und Hals des ursprünglichen Gemäldes, zu sehen sind. Die Beschädigung
der rechten Wange Marias, soll von einem türkischen Offizier stammen. Nachdem er
das Gemälde beschädigt hatte, soll sein rechter arm gelähmt gewesen sein. So
begann er zu beten und wurde von der Panagia (Mutter
Gottes) geheilt. Nach der wundersamen Genesung trat er zum Christentum über.
Bis in die heutige Zeit glaubt man
an die Wundertätigkeit der Ikone. Das ist auch der Grund, weshalb jedes Jahr
zahlreiche Wallfahrer nach Skiadi pilgern, um vor der Ikone zu beten. Die
anderen Gebäude um den Innenhof herum, stammen aus den 18. und 19. Jahrhundert.
Heute leben hier keine Mönche oder Nonnen mehr. Im Kloster werden
Übernachtungsmöglichkeiten geboten. Eine Spende für das Kloster, ein Schlafsack
und Verpflegung, sollten nicht vergessen werden. Vom Kloster aus hat man die
Möglichkeit den Sonnenuntergang zu sehen. Ein unendliches Erlebnis für
Romantiker. Sollten sie das Kloster auf ihrer Reise rund um die Insel besuchen
wollen, bedenken sie bei ihrer Kleidung, das es sich um ein Gotteshaus handelt.
Um die Mittagszeit ist die Kirche geschlossen.
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