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Die Akropolis von Lindos

Zeugen der bewegten Geschichten von Lindos und der ganzen Insel, sind hier heute noch, zu bewundern. Das bedeutendste und mit Sicherheit imposanteste  Denkmal,  ist die Akropolis, von Lindos. Bei einem Besuch der Insel Rhodos, sollte man auf keinen Fall verpassen, sich diese anzuschauen. Hoch oben auf einem 116 Meter hohen Felsen thront das Wahrzeichen des Ortes. Schon von fern sieht man die majestätischen Säulen, Meisterwerke antiker Baukunst. Nach einem etwas beschwerlichen Aufstieg ( meiden sie in den Sommermonaten die Mittagsstunden) über alte Treppen, gesäumt von Straßenverkäufern, die hier ihre Tischdecken verkaufen erreichen sie die Akropolis. Von der hier oben, blicken Sie auf 4000 Jahre bewegte Geschichte zurück. Der Burgberg bietet einen Querschnitt durch die rhodische Geschichte. Zeugnisse aus allen wichtigen Zeitabschnitten wurden hier gefunden. Die ältesten der Funde sind Feuersteinwerkzeuge aus der Jungsteinzeit.

Akropolis Lindos Akropolis Lindos

Rundgang durch die Akropolis

Der Berg steigt aus nördlicher  in südlicher Richtung stufenweise über 4 Plateaus an. Auf dem Ersten, findet die Öffnungen von drei Zisternen und einen Turm aus byzantinischer Zeit. Mehrere  Säulen mit Inschriften, sind dort ebenfalls zu sehen. Diese, so wird vernutet gehörten einst zu den Statuen der Bürger die das Heiligtum der Athena Lindia gestiftet haben. Die aus dem 3. und 4. Jahrhundert stammende Inschrift auf den Sockeln besagt, das der Priester Aglochartos die Akropolis mit Ölbäumen geschmückt habe. In einem Felsen ist das Relief des Hecks einer Triere (Kriegsschiff) eingemeißelt. Dieses 5 m lange Felsrelief  ist zu Ehren eines erfolgreichen Generals, namens Hegesandros, gearbeitet worden. Auf dem kleinen Sockel am Rande des Felsreliefs hat wohl eine Statue des erfolgreichen Seemannes gestanden, wie man von den Inschriften ableiten konnte. Diese soll von dem berühmten Bildhauer Pythokritos stammen. Überlieferungen sprechen von einer beiendruckenden großen Statue. Hegesandros soll 190 v Chr., seine Männer erfolgreich gegen die Seeräuber geführt haben die seiner Zeit das antike Lindos angriffen um es zu plündern.

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Geht man von hier aus die neuere Treppe zur Akropolis herauf, sieht man links Reste der Antiken Treppe und etwas weiter oben die Treppe aus der Ritterzeit. Ein gewaltiges, gewölbtes Tor des Torhauses, führt in das Rittergebäude. Das Obergeschoss, das über eine breite Wendeltreppe zu erreichen war ist heute für den Besucher gesperrt. Unmittelbar dahinter befinden sich die Überreste der Burgkapelle. Diese soll im 13. Jahrhundert gebaut worden sein. Südlich des Johannitergebäudes befindet sich ein Gewölbe. Dort sind in den Fels gehauene archaische Treppenstufen, zu sehen. Wieder im Freien trifft man zunächst auf einen römischen Kaisertempel, der so wird vermutet, aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. stammt. Etwas weiter hinten befindet sich der Tempel  des Psythiros, dem Gott der Weissagung.

Ein bewundernswertes hellenistisches Denkmal ist die 87m lange Stoa aus dem 3. Jahrhundert V. Chr.. Eine gewaltige, prächtige, 21m breite Freitreppe führt, zwischen den zwei Hälften einer ehemaligen dorischen Wandelhalle, hinauf zu den im 3. Jahrhundert Erbauten Propylon. Mehrere der einst 42 Säulen der Wandelhallen wurden von Italienischen Archäologen rekonstruiert und wieder aufgebaut. Die von hier aus sichtbaren fünf Türen in deren Rückwand führen in den sogenannten heiligen Bezirk. Das Zentrum dessen, ist ein, mit Säulen umringter, Hof. Im 2. Jahrhundert Soll dem eine ionische Säulenhalle angegliedert worden sein, der zu dem Tempel der Athenea Lindia führte.

Der Tempel der Athenea Lindia

Wissenschaftler haben herausgefunden, das nahe der Stelle an der Jahrhunderte später der Tempel gebaut wurde, schon im 2. Jahrhundert v.Chr., in einer natürlichen Grotte, im Felsen der Akropolis, eine weibliche Gottheit verehrt wurde. Die Dorier erbauten im 7.Jahrh.v.Chr. etwas oberhalb dieser Grotte, ihrer Göttin Athena Lindia einen ersten Tempel aus Holz. Die Grotte wurde weiterhin als heilige Kultstätte geehrt. 550 v.Chr. entstand unter dem Herrscher Kleoboulos, genannt der gute Tyrann, an derselben Stelle der erste steinerne Tempel. Dieser wurde damals nach dem Vorbild, der Athener Akropolis erbaut. 342 v. Chr. verbrannte dieser Tempel bis auf die Grundmauern. In der Folgezeit, plante und errichtete man den gesamten heiligen Bezirk neu. Die Statue der Göttin, bis dahin aus Holz wurde durch eine wertvolle Statue aus Gold und Marmor ersetzt.

 Der Komplex wurde mit  neuen Terrassen, Treppen und Säulenhallen erweitert. Wie z.b. die Mauern des Tempels von Lindia Athena und die monumentale Freiheitstreppe der Akropolis. Diese ist 21 Meter breit und gilt als Meisterwerk antiker Baukunst. Der imposante Tempel der Göttin war umgeben von glänzenden Gebäuden. Der gesamte Tempelbereich war ein Zeichen für die Frömmigkeit der Linder und dessen Bauwerke sind auch heute noch Zeugen von deren  einstigen Wohlstandes. Über 1000 Jahre später errichteten die Byzantiner eine kleine Burg.

Die Burg

Die Byzantiner bauten über den Trümmern des antiken Heiligtums, der Akropolis, eine kleine Burg. In deren Inneren entstand im 13. Jahrhundert eine orthodoxe Kirche. In den folgenden Jahrhunderten, wurde diese Burg, von den Rittern des Johanniterordens übernommen. Diese bauten die kleine Burg zu einer stattlichen zweistöckigen Rittergebäude mit massiven Festungsmauern um. Die Kirche wurde zur Burgkapelle umgestaltet und dem hl. Johannes, ihrem Schutzpatron gewidmet. Durch das noch gut erhaltene Torhaus findet man heute Einlass. Die Mauern dieser Burg sind bis heute noch erhalten geblieben und dienten eist zur Verteidigung vor den kämpferischen Angriffen der Türken.

Ausblick von der Akropolis

Ebenso atemberaubend wie der Anblick der antiken Anlage, ist die Aussicht, von den mittelalterlichen Bugmauern hinab, auf die Dächer der Häuser des Ortes. Die Apostel Paulus Bucht ist fast gänzlich mit Felsen umgeben, nur zwei enge Öffnungen verbinden sie mit dem Meer. Sie bekam ihren Namen, weil einst der gleichnamige Apostel hier geankert haben soll um die neue Religion zu verbreiten. Von der Akropolis haben sie einen wunderschönen Ausblick auf diese Bucht. Am Südhang der Akropolis, wurde im 4. Jahrhundert vor Chr., ein Theater aus dem Fels gehauen. Hier fanden bis zu 2000 Zuschauer Platz. Auch heute kann man, das freizugängliche, des Theaters besichtigen. Es sind noch 27 Zuschauerreihen erkennbar. 

Öffnungszeiten

Die Akropolis ist von Dienstag bis Freitag von 08.30 bis 16.30 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 08.30 bis 15.00 Uhr geöffnet. Montags geschlossen. Der Eintrittspreis beträgt 6,00 Euro. Das beliebteste Transportmittel zur Akropolis, das sogenannte Lindos-Taxi. Erklimmen Sie die Akropolis per Esel.

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